Snow leopard Trail

Auf der Spur des Schneeleoparden

Erster Fair Trail® im Himalaya. Verbindung eines einzigartigen Naturerlebnisses mit einem ambitionieren Artenschutzprojekt.

Ausgezeichnet für

Partnerschaft von Artenschutz und Tourismus; ein Projekt für den Schutz des Schneeleoparden und für ein gedeihliches Zusammenleben von Schneeleopard und Mensch; regionale Wertschöpfung für eine entlegene, wirtschaftlich benachteiligte Gebirgsregion.

Aufgenommen im Jahr

2020

Destination

Nepal

Produkt

Fair Trails Experiences Wildlife & Nature Conservation Trekking

Partner

Fair Trails Himalayas (TrailAngels ENNOVENT). Austrian Development Agency. Snow Leopard Conservancy. Third Pole Conservancy. Darwin Foundation.

01 — DER MYTHOS

Das Gespenst
der Berge.

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Was für eine Schönheit! Ca. 300 Schneeleoparden haben im nepalesischen Himalaya ihren Lebensraum. Ihrem Schutz ist das Projekt Snow Leopard Trail gewidmet. © Snow Leopard Conservancy

»Und hast du den Schneeleoparden gesehen?«
»Nein, ist das nicht wunderbar?«

Peter Matthiessen

September 1973. Von Pokhara in Nepal startet eine kleine, ungewöhnliche Expedition in das unwirtliche, einsame Hochland von Dolpo, an der Grenze zu Tibet. Sie besteht aus dem Zoologen George Schaller, dem Schriftsteller Peter Matthiessen und ihrer nepalesischen Crew. Ihr Ziel ist nicht ein eisgepanzerter Gipfel, sondern ein geheimnisumwittertes Wesen: Der Schneeleopard! Drei Monate werden sie unterwegs sein, dutzende über 5.000m hohe Pässe überqueren und dabei mehr als 700km in der kargen Gebirgswildnis zurücklegen. Den Schneeleoparden werden sie dabei nicht zu Gesicht bekommen.

Denn die Katze erweist sich als Meister der Tarnung, des Verschmelzens mit seiner Umgebung – geisterhaft und elegant. So wird für Peter Matthiessens diese Expedition in das Hochland an der tibetischen Grenze eine »Pilgerschaft des Herzens«, die ihn die Grenzen des eigenen Ichs erfahren lässt. Unter extremen äußerlichen Bedingungen erlebt er eine Welt, in der sich dramatische Naturgewalten und die Mystik der tibetischen Mönche zu einer Realität verbinden, in welcher der zurückgelassene Alltag unwirklich und das Unwirkliche vertraut wird. Darüber schreibt er später ein Buch, „Auf der Spur des Schneeleoparden“. Es wird ein Weltbestseller und begründet damit auch in der westlichen Welt den Mythos des Schneeleoparden, das „Gespenst der Berge“. Fünf Gattungen von Großkatzen (Pantherinae) bevölkern noch unseren Planeten. Allesamt grandiose Geschöpfe voller Kraft und Eleganz. Doch während vier davon (Tiger, Löwe, Leopard und Jaguar) ihren ständig schrumpfenden Lebensraum in Wäldern und Savannen finden, breitet sich jener des Schneeleoparden (Panthera uncia) über alle Hochgebirge Zentralasiens aus. Von der Mongolei bis nach Bhutan erstreckt sich dieses riesige Gebiet. Und in diesen schier unendlichen Weiten zerklüfteter Bergketten und Hochebenen verlaufen sich gerade einmal 4.000 – 6.000 freilebende Individuen dieser so scheuen Großkatze. Kein Wunder, dass sie kaum einmal jemand in freier Wildbahn zu Gesicht bekommen hat. Und dass sich um so manche Legende über ihre unbändige Kraft – sie soll bis zu 16 (!) Meter weit springen können – und ihren beispiellosen Mut gebildet hat. Von Generation zu Generation weitergegeben in den Sagen der Bergbewohner und sichtbar gemacht in vielen Wandgemälden buddhistischer Klöster. Der Schneeleopard. Ein Sinnbild für die Mystik der Wildnis. Spürbar aber meist nicht sichtbar. So eröffnet eine Wanderung auf den Spuren des Schneeleoparden – „in der Gegenwart des Wunderbaren“ – auch einen spirituellen Zugang zur Wildnis. Und dient damit der Suche nach sich selbst und den eigenen Ursprüngen.
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Vor der Vogelscheuche fürchtet sich die Katze nicht! Spezielle Foxlights, die aus dem Projekt des Snow Leopard Trails finanziert werden, sollen in Zukunft den Schneeleoparden von den Ziegenherden fernhalten ©Trail Angels

Die ersten, beeindruckenden Schritte im Reich des Schneeleoparden: Der Snow Leopard Trail führt durch eine imposante Schlucht in die Naar Phu Region © Trail Angels/Raimund Napetschnig

Ying und Yang: Dieser prachtvolle Chorten vereint sich mit den eisgekrönten Annapurna Bergen zu einer perfekten Einheit. Am traumhaften Teilstück von von Ngawal nach Manang. © Trail Angels/Raimund Napetschnig

Insel im Strom der Zeit: Im Festungsdorf Phu leben die Menschen noch in ihrem eigenen, von einer unbarmherzigen Natur und tibetischen Kultur beeinflussten, Rhythmus. © Trail Angels/Raimund Napetschnig

Der atemberaubende Höhepunkt dieses Wildlife Treks: Am Kang La Pass in 5.322m Höhe wird der Blick frei auf die Gletschergiganten im Annapurna und Manaslu Himal © Trail Angels/Raimund Napetschnig

02 — DIE GEFAHR

Begehrt 
und bedroht.

02

Der Mantelsaum aus Schneeleopardenfell und die Fuchspelzkappe sind traditionelle Insignien der Macht in entlegenen Gebieten des Himalaya. Die Jagd dieser Tiere war in der Vergangenheit gebräuchlich und ist heute natürlich streng verboten. Im Bild ein stolzer Häuptling aus dem Hochland von Dolpo. © Trail Angels

Nun denn, vom Gesetz her steht der Schneeleopard in allen 12 Ländern, in denen er vorkommt, unter strengem Schutz. Auch Dank seiner Listung im Anhang 1 des Washingtoner Artenschutzabkommens. Aber Theorie und Praxis klaffen, wie so oft im Naturschutz, weit auseinander. Auch wenn ihn die Weltnaturschutzorganisation IUCN derzeit „nur“ als „gefährdet“ (vulnerable) und nicht mehr als „stark gefährdet“ („endangered“) einstuft, bleibt der Schneeleopard akut bedroht. Wenn man vor Augen hält, dass sich sein Bestand von wenigen Tausend Tieren auf eine Fläche von nahezu 2 Millionen Quadratkilometern (!) verteilt, kann die Population als extrem ausgedünnt bezeichnet werden. Zu dem gesellen sich noch ganz konkrete Bedrohungen, die das Überleben des Schneeleoparden in freier Wildbahn stark in Frage stellen. Dazu gehört mit Sicherheit die Wilderei.

Zum einen wird dem Schneeleoparden wegen seinem prachtvollen, dichten und flauschigen Fell nachgestellt. Und zum anderen wegen seiner Knochen, die in der traditionellen chinesischen Medizin hoch begehrt sind. Gerade daher droht dem Schneeleoparden sein legendärer Ruf zum Schicksal zu werden. Weit verbreitet ist die Wilderei aber auch, weil der Schneeleopard an vielen Orten mit der Bevölkerung im Himalaya in Konflikt gerät. Während Angriffe auf Menschen nicht bekannt sind, stellen die Schafe, Ziegen und Kälber der Hirten und Nomaden recht leichte Ziele dar. Diese Attacken auf Weidetiere stehen meist in direktem Zusammenhang mit dem Rückgang der natürlichen Beute des Schneeleoparden, wie zum Beispiel das Blauschaf (Pseudois nayaur). Dann bleibt dem Schneeleoparden nichts anderes übrig, als sich Haustiere als Beute zu suchen. Damit wird die wirtschaftliche Existenz der Bergbauern bedroht ihm dementsprechend nachgestellt. Zudem droht dem Schneeleoparden noch Ungemach durch große infrastrukturelle Projekte, wie der Straßen- und Kraftwerksbau, die in den letzten Jahren immer mehr vorangetrieben wurden und zunehmend seinen Lebensraum zerschneiden. Begehrtes Ziel von Wilderern, bei den Bergbauern verhasst als Viehdieb und ein Lebensraum, der immer mehr von Großprojekten zerteilt wird. Keine guten Aussichten also für den Schneeleoparden. Und ein weiterer, nicht tilgbarer Schandfleck für uns Menschen, falls wegen auch dieses grandiose Geschöpf für immer von unserer Erde verschwinden würde.
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Fair Trails Exploration: Ein Maultier unserer Expedition wird nach der nächtlichen Attacke eines Schneeleoparden provisorisch versorgt. Die Angriffe auf Nutztiere lösen die meisten Konflikte zwischen Schneeleoparden und einheimischer Bevölkerung aus.

Der Eintritt in den Snow Leopard Trail muss erst verdient werden: Haarsträubende Fahrt am Annapurna „Highway“ durch die Marsyangdi Schlucht (sieht gefährlicher aus, als es ist…)

© Trail Angels

03 — DIE HELDEN

Aufstehen für den Schneeleoparden.

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Ein Kämpfer und Botschafter für den Schneeleoparden: der bekannte Naturfotograf Tashi R. Ghale aus Manang hat sein Leben dem Schutz des Schneeleoparden gewidmet. Er ist auch unser kompetenter Partner für die Fair Trails Experiences ©Trail Angels

Die denkwürdige Expedition von Schaller und Matthiessen im Herbst 1973 brachte nicht nur einen Weltbestseller hervor, sondern war zugleich auch der Startschuss für den Schutz des Schneeleoparden im Himalaya. Denn bereits im Jahr 1980 begann der Wildbiologe Dr. Rodney Jackson mit der Telemetrierung von Schneeleoparden, um mehr über ihren Lebensraum herauszufinden. Seit nunmehr 40 Jahren arbeitet Dr. Jackson jetzt intensiv an der Erforschung und für den Schutz des Schneeleoparden. Dafür hat er die gemeinnützige Snow Leopard Conservancy gegründet, die von der Forschung bis zur Bewusstseinsbildung vor allem wertvolle Arbeit vor Ort, in den Ländern, wo der Schneeleopard vorkommt, leistet. Dr. Rodney Jackson ist heute als der weltweit führende Experte für freilebende Schneeleoparden weithin anerkannt, vielfach ausgezeichnet und hat mir seiner Arbeit schon mehrfach das Cover des weltberühmten National Geographic Magazins geziert.

Für einen gelebten Naturschutz braucht es aber auch die kongenialen Partner vor Ort. Die hat Dr. Rodney Jackson mit Tashi R. Ghale und Rinzin Phunjok Lama gefunden. Tashi ist aus dem Dorf Manang, im Schatten der Nordwände des Annapurna Massivs gelegen und von Beruf Fotograph. Als er auf einer seiner Fototouren im Winter 2006 plötzlich zwei Schneeleoparden gegenüberstand, war es um ihn geschehen: Seitdem hat Tashi sein Leben dem Schneeleoparden gewidmet. Praktisch jeden Tag ist er in der atemberaubenden Bergwelt rund um Manang mit seiner Kameraausrüstung unterwegs. Begutachtet seine Fotofallen, sucht nach Spuren und anderen Zeichen der Anwesenheit des „Himalaya Gespenstes“. Und es wird auf dieser Erde wohl niemanden geben, der den Schneeleoparden in freier Wildbahn öfters zu Gesicht bekommen hat, als Tashi. Unterstützt wird Tashi in seiner Arbeit von Rinzin Phunjok Lama. Rinzin stammt aus dem Distrikt Humla, im fernen wilden Westen von Nepal und hat an der renommierten Universität von Göttingen Zoologie studiert. Zusammen haben die beiden für ihre Arbeit die regionale NGO „Third Pole Conservancy“ gegründet. Wenn Natur- und Artenschutz erfolgreich sein wollen, bedarf es der Akzeptanz der Bevölkerung vor Ort. Und diese Akzeptanz kann nur erreicht werden, wenn auch die Menschen in den Bergdörfern des Himalayas von den Bemühungen zum Schutz der Natur oder einzelner Arten profitieren. Niemand weiß das besser als Dr. Rodney Jackson. Daher hatte er die Idee, mit einem Tourismusprojekt Wertschöpfung für die Dorfgemeinschaften als auch für Schutzmaßnahmen zu generieren. Mit dieser Initiative ging er dann auf unseren Partner ENNOVENT zu, mit dem wir zu diesem Zeitpunkt am Design des Fair Trails Programmes gearbeitet haben. Es war die richtige Idee zum richtigen Zeitpunkt. Wir waren begeistert, begannen mit der Arbeit und beschritten einen ungewöhnlichen Weg, der uns letztendlich zum „Snow Leopard Trail“ geführt hat.
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Unsere Partner für die Fair Trail Experiences: links Tashi R. Ghale und rechts der Zoologe Rinzin Phunjok Lama aus Humla.

Field Trip Extreme: Der weltberühmte Schneeleopardenexperte Rodney Jackson, Executive Director der Snow Leopard Conservancy bei unserer ersten Fair Trails Exploration im November 2018. ©Trail Angels

04 — DAS PROJEKT

Ein Fair Trail für den Schneeleoparden.

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Immer auf der Suche nach dem Gespenst der Berge: Tashi R. Gale am Snow Leopard Trail. Im Vordergrund eine gut getarnte Fotofalle für das Monitoring des Schneeleoparden. ©Trail Angels/Joe Essl

»Das Konzept der Erhaltung ist ein weitaus stärkeres Zeichen der Zivilisation als was wir einst mit Fortschritt verwechselt haben: Die Plünderung eines Kontinents.«

Peter Matthiessen

Der Snow Leopard Trail entstand im Rahmen unseres Programmes „Fair Trails® Himalayas“, welches wiederum unseren konkreter Beitrag zum „Internationale Jahr des nachhaltigen Tourismus für Entwicklung“ der Vereinten Nationen darstellt. Für Fair Trails® war der Snow Leopard Trail das erste Projekt. Und dafür hieß es sprichwörtlich Neuland zu betreten. Bei der Erkundung des Trails, im Projektdesign und letztendlich auch bei der Entwicklung eines umsetzungsorientierten und skalierbaren Geschäftsmodells. Doch der Reihe nach.

Die Ziele
Die Entscheidung, durch welche Himalaya Region der Snow Leopard Trail denn nun führen sollte, nahm uns unser fachliche Partner, die Snow Leopard Conservancy mit Dr. Rodney Jackson ab. Die Conservancy empfahl die entlegene Naar Phu Region an der Grenze zu Tibet und ein angrenzendes Gebiet, rund um das Dorf Manang in der nördlichen Annapurna Region. Für diese Wahl sprechen mehrere Gründe: So findet hier der Schneeleopard noch ein weitgehend intaktes Habitat vor und es wird hier von unseren Projekt Partnern, der Snow Leopard Conservancy und Third Pole Conservancy intensive Feldforschung bestritten. Damit sind auch die Voraussetzungen für ein Eintauchen der Gäste in dieses faszinierende Artenschutzprojekt gegeben.

Des weiteren kann mit einem wertschöpfenden nachhaltigen Tourismus gerade in der isolierten Region von Naar Phu viel bewirkt werden, ohne die Fehler eines ungezügelten Trekkingtourismus, wie in vielen anderen Regionen des Himalayas, zu wiederholen. Zusätzlich sollte es auch gelingen, den Trekkingtourismus rund um Manang, hier führt ja der berühmte Annapurna Circuit vorbei, für den Schutz des Schneeleoparden zu sensibilisieren und ein Stück weit auch zu transformieren. Und zu guter Letzt finden sich gerade im Herdenschutz viele geeignete Möglichkeiten für eine Projektunterstützung aus dem Betriebe des Snow Leopard Trails heraus.

Das Scouting
Um diese Ziele zu erreichen, bedurfte es erst einmal eines intensiven Scoutings des Projektgebietes und der geplanten Route. Im November 2018 waren es unsere Trail Scouts Josef Essl und Raimund Napetschnig, die gemeinsam mit einem Team von Ennovent, sowie mit Rodney Jackson und Tashi Ghale die entlegene Naar Phu Region an der Grenze zu Tibet auskundschafteten und mit dem 5.320m hohen Kang La Pass auch die Schlüsselstelle des Trails – er bildet die Verbindung zwischen Naar Phu und der Manang Region – überschritten. Im April 2019 folgte in einer zweiten Exploration nochmals Trail Angel Günter Mussnig, der mit Tashi Ghale den Spuren des Schneeleoparden rund um Manang folgte, um in erster Linie die Hot Spots für die Schneeleoparden Beobachtung und die Partnerprojekte festzulegen.

Das Produktdesign
Gästen ein unvergessliches Naturerlebnis zu eröffnen, ihnen dabei die Möglichkeit zu bieten in ein Artenschutzprojekt einzutauchen, verbunden mit dem Ziel dabei dieses Artenschutzprojekt zu unterstützen und einen möglichst hohe Wertschöpfung für dies erwanderte Region zu generieren, klingt fast schon wie ein Perpetuum Mobile für einen nachhaltigen Tourismus im Himalaya. Zusätzlich unterstützt von der renommierten Darwin Foundation haben wir uns gemeinsam mit ENNOVENT dieser Aufgabe gestellt und dabei die „Fair Trails Experiences“ entwickelt. Die Fair Trails Experiences basieren dabei auf der Begleitung unserer ausgewählten Experten – wie Tashi Ghale – und ein Experience Design, das weit über bisherige Erlebniskonzepte im Trekkingtourismus hinausgeht. Denn es entlässt jeden unserer Gäste als Teammitglied des Artenschutzprojektes, mit dem bewusstsein, einen konkreten Beitrag für ein konfliktfreieres Zusammenleben von Schneeleopard und Menschen in dieser Himalaya-Region geleistet zu haben. Als konkrete buchbare Ergebnisse für den Snow Leopard Trail konnten die folgenden „Fair Trails Experiences“ entwickelt & bereits buchbar gemacht werden: Das Original mit der Naar Phu Route; die kürzere Variante rund um Manang im Annapurna Himal und als zusätzliches Highlight der Himalayan Catwalk. Hier kombinieren wir das Schneeleoparden Programm rund um Manang mit dem Tiger Monitoring Programm im Chitwan National Park. Dazu konnten wir mit der Tiger Tops Tharu Lodge den Pionier für nachhaltigen Tourismus in Asien gewinnen.

Skalierbarkeit
Das Geschäftsmodell für die Fair Trails® ist eine Adaptierung unseres Modells für nachhaltigen Tourismus „The Way Beyond“ für eine optimale Anwendung und Skalierbarkeit in Entwicklungs- und Schwellenländern. Mit dem Snow Leopard Trail und seinen buchbaren Experience-Produkten konnten wir ein Modell realisieren, welches im Bereich „Nature Conservation“ optimal skalierbar ist. So arbeiten wir bereits an einem Konzept für einen „Red Panda Trail“ im Osten Nepals und in Sikkim, der den Schutz des Roten Pandas zum Ziel hat. Zudem lässt sich das Konzept auch auf die Bereiche der Erhaltung des kulturellen Erbes und der sozialen Entwicklung optimal anwenden. Dazu haben wir bereits einen weiteren „Hall of Famer“, den Local Life Trail entwickelt.

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05 — DIE WIRKUNG

Eine Zukunft für Mensch und Schneeleopard.

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Das Leben im 4.200m hoch gelegenen Festungsdorf Phu ist hart und entbehrungsreich. Mit dem Snow Leopard Trail wollen wir in dieser Region einen nachhaltigen und fairen Tourismus entwickeln und damit Perspektiven für die Zukunft eröffnen ©Trail Angels/Joe Essl

Der Snow Leopard Trail ist der erste Fair Trail im Himalaya. Seine Entwicklung und Umsetzung beeinflusste daher auch das allgemeine Design für die „Fair Trails Experiences“ und für das Bewirtschaftungsmodell der „Fair Trails Himalayas“. Allein schon deshalb hat sich der „Snow Leopard Trail“ seinen Platz in der Hall of Fame verdient. Denn damit ist er auch Auslöser einer Entwicklung, die mittelfristig einen nachhaltigeren Trekkingtourismus im Himalaya als Ergebnis haben wird. In dem seine Wirkungen in ihrer Gesamtheit eine ausbalancierte Nachhaltigkeit repräsentieren. Dabei sind sie breit gestreut, ergänzen sich gegenseitig und gehen weit über jene eines „bloßen“ Tourismusprojektes hinaus:
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Regionale Leistungsträger:
Die Reiseleistungen vor Ort werden ausschließlich von Trekkingagenturen durchgeführt, die „Fair Trails“ zertifiziert sind. Damit setzen diese wohl definierte Nachhaltigkeitskriterien um und beteiligen sich aktiv an fortlaufenden Qualifizierungsmaßnahmen. Von fairer Bezahlung und bestmöglicher Versicherung des Trekking Staff bis hin zu speziellen Schulungen für Trekking Guides.

Optimierung regionale Wertschöpfung:
das Produktdesign und Bewirtschaftungsmodell sind auf eine Optimierung der regionalen Wertschöpfung ausgelegt. Aus diesem Grund wurde der Snow Leopard Trail auch bewusst als Lodge- & Home Stay Treck konzipiert.

Fair Trails Expert Network:
Mit diesem Netzwerk wird die Expertise von Fachleuten vor Ort in Wert gesetzt. Von der Produktentwicklung bis zur Begleitung der „Fair Trails Experiences“ werden damit zusätzliche Einnahmen für diese ExpertInnen generiert. Darüber hinaus profitieren sie von der Einbindung in ein internationales Projekt, auch im Sinne eines „Schauraums“ für ihre Kenntnisse und Fähigkeiten. Im Falle des Snow Leopard Trails sind dies die Fotographen und Wildbiologen der „Third Pole Conservancy“

Bewusstseinsbildung vor Ort:
Veränderungen starten immer im Kopf! Nur wenn die einheimische Bevölkerung neben den ökonomischen Vorteilen eines qualitativ hochwertigen nachhaltigen Tourismus sich auch zusätzlich mit den Projektzielen identifiziert, kann von einem wirklichen Erfolg gesprochen werden. Im Falle des Snow Leopard Trails wird der Naturkundeunterricht in der Annapurna Secondary School in Manang unterstützt und darüber hinaus ein gemeinsamer Projekttag mit ihren SchülerInnen in die Experience Programme eingebaut.

Beitrag zum Artenschutz:
Die Integration einer „Fair Trails Fee“ in den Endkundenpreis ist ein unverrückbarer Eckpfeiler aller Programme von Fair Trails Himalayas. Dass es sich beim Snow Leopard Trail um einen Beitrag zum Artenschutz handeln wird, war von Beginn an klar. Schwieriger gestaltete sich die Frage nach dem „Wie“ dieser Beitrag aussehen sollte. In enger Abstimmung mit unseren ExpertInnen, fiel die Entscheidung auf die Verteilung sogenannter „Fox Lights“ in Dörfern, wo es zu häufigeren Attacken des Schneeleoparden auf Herdentiere kommt. Die „Fox Lights“ sind bewegungssensible Warnlichter, die den Schneeleoparden erschrecken und somit von einem Angriff abhalten sollen. Die Verteilung der Fox Lights wird in den ausgewählten Dörfern von unseren Gästen während der Experience Programme überreicht.

Transformational Travel:
Wie immer man auch ein solches Reiseerlebnis nennt, es geht bei weitem über das hinaus, was gemeinhin unter „Trekking“ verstanden wird. Die Wanderung am Snow Leopard Trail an sich ist schon grandios. Doch mit den führenden Schneeleoparden-Experten im Himalaya unterwegs zu sein, dabei in ein Artenschutzprojekt einzutauchen und daran auch aktiv teilzunehmen, macht den Snow Leopard Trail in der Tat zu etwas ganz Besonderem. Er wird so seine Reisenden und ihr Verhalten verändern. Zum Nutzen der bereisten Destination als auch der Umwelt der Reisenden im Nachhall der Wanderung.

Regionale Leistungsträger:
Die Reiseleistungen vor Ort werden ausschließlich von Trekkingagenturen durchgeführt, die „Fair Trails“ zertifiziert sind. Damit setzen diese wohl definierte Nachhaltigkeitskriterien um und beteiligen sich aktiv an fortlaufenden Qualifizierungsmaßnahmen. Von fairer Bezahlung und bestmöglicher Versicherung des Trekking Staff bis hin zu speziellen Schulungen für Trekking Guides.

Optimierung regionale Wertschöpfung:
das Produktdesign und Bewirtschaftungsmodell sind auf eine Optimierung der regionalen Wertschöpfung ausgelegt. Aus diesem Grund wurde der Snow Leopard Trail auch bewusst als Lodge- & Home Stay Treck konzipiert.

Fair Trails Expert Network:
Mit diesem Netzwerk wird die Expertise von Fachleuten vor Ort in Wert gesetzt. Von der Produktentwicklung bis zur Begleitung der „Fair Trails Experiences“ werden damit zusätzliche Einnahmen für diese ExpertInnen generiert. Darüber hinaus profitieren sie von der Einbindung in ein internationales Projekt, auch im Sinne eines „Schauraums“ für ihre Kenntnisse und Fähigkeiten. Im Falle des Snow Leopard Trails sind dies die Fotographen und Wildbiologen der „Third Pole Conservancy“

Bewusstseinsbildung vor Ort:
Veränderungen starten immer im Kopf! Nur wenn die einheimische Bevölkerung neben den ökonomischen Vorteilen eines qualitativ hochwertigen nachhaltigen Tourismus sich auch zusätzlich mit den Projektzielen identifiziert, kann von einem wirklichen Erfolg gesprochen werden. Im Falle des Snow Leopard Trails wird der Naturkundeunterricht in der Annapurna Secondary School in Manang unterstützt und darüber hinaus ein gemeinsamer Projekttag mit ihren SchülerInnen in die Experience Programme eingebaut.

Beitrag zum Artenschutz:
Die Integration einer „Fair Trails Fee“ in den Endkundenpreis ist ein unverrückbarer Eckpfeiler aller Programme von Fair Trails Himalayas. Dass es sich beim Snow Leopard Trail um einen Beitrag zum Artenschutz handeln wird, war von Beginn an klar. Schwieriger gestaltete sich die Frage nach dem „Wie“ dieser Beitrag aussehen sollte. In enger Abstimmung mit unseren ExpertInnen, fiel die Entscheidung auf die Verteilung sogenannter „Fox Lights“ in Dörfern, wo es zu häufigeren Attacken des Schneeleoparden auf Herdentiere kommt. Die „Fox Lights“ sind bewegungssensible Warnlichter, die den Schneeleoparden erschrecken und somit von einem Angriff abhalten sollen. Die Verteilung der Fox Lights wird in den ausgewählten Dörfern von unseren Gästen während der Experience Programme überreicht.

Transformational Travel:
Wie immer man auch ein solches Reiseerlebnis nennt, es geht bei weitem über das hinaus, was gemeinhin unter „Trekking“ verstanden wird. Die Wanderung am Snow Leopard Trail an sich ist schon grandios. Doch mit den führenden Schneeleoparden-Experten im Himalaya unterwegs zu sein, dabei in ein Artenschutzprojekt einzutauchen und daran auch aktiv teilzunehmen, macht den Snow Leopard Trail in der Tat zu etwas ganz Besonderem. Er wird so seine Reisenden und ihr Verhalten verändern. Zum Nutzen der bereisten Destination als auch der Umwelt der Reisenden im Nachhall der Wanderung.

Am Ende der Welt und wie aus einer anderen Zeit: Phu an der Grenze zu Tibet. Hier Tourismus zu entwickeln fordert Sensibilität und ein nachhaltiges Produktdesign ein.

Selbst Minusgrade in den Klassenzimmern können den Lerneifer der Schulkinder in der Annapurna Secondary School nicht bremsen. Im Rahmen der Fair Trail Experiences ist übrigens ein Projekttag mit den Schülern integriert. ©Trail Angels/Joe Essl

Impact Stories

Mehr über den Snow Leopard Trail

06 — DIE VISION

Nachhaltiger Tourismus im Einklang mit der Natur.

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Ein Traumland für Trekker und Naturliebhaber: durch die entlegene Region von Nar Phu nördlich des Annapurna Himal führt der Snow Leopard Trail, der erste Fair Trail im Himalaya.

Wie sieht nun unsere Vision für den Snow Leopard Trail aus?
Blicken wir dafür ins Jahr 2030!

Das Wichtigste vorab: Die Menschen in Naar Phu und Manang sind stolz auf „ihren“ Schneeleoparden. Denn mit dem Snow Leopard Trail setzte eine neue, nachhaltige und wertschöpfende Entwicklung in dieser Region ein. Für die Dörfer in der entlegenen Naar Phu Gegend hat sich der Snow Leopard Trail zur wichtigsten Einnahmequelle aus dem Tourismus entwickelt und damit behutsame Investitionen ausgelöst. In die Instandhaltung der Wanderwege ebenso wie in die qualitative Verbesserung der Lodges. Dabei die Nutzung der Sonnenenergie ebenso Wert gelegt wir auf Müllvermeidung und –Management. In Manang wiederum hat der Snow Leopard Trail zu einer schrittweisen Umwandlung des Tourismus geführt. Zwar dient der Ort nach wie vor als Etappenort für den weltberühmten Annapurna Circuit, aber mehr und mehr Wanderer bleiben hier zumindest einen Tag länger, um an einem der angebotenen Experience Programme über den mythenumrankten „Schneeleoparden“ teilzunehmen.

Geführt werden diese Programme von jungen ExpertInnen aus Manang , die in der Annapurna Secondary School ihre Basisausbildung genossen haben. Einer der Gründe, warum sich Manang zu einem Zentrum für Natur- und Artenschutz im Himalaya entwickelt hat. Dafür war auch wichtig, dass sowohl die Maßnahmen für den Herdenschutz, als auch das Schutzgebietsmanagement in der Annapurna Conservation Area sich bewährt haben. Die Bestände der Blauschafe, der bevorzugten Beute des Schneeleoparden, haben sich erholt und in Kombination mit aktivem Herdenschutz, wie den Fox Lights, haben die Angriffe auf Ziegen, Schafe und Kälber fast ganz aufgehört. Der Snow Leopard Trail hat medial große Aufmerksamkeit erregt und auch deshalb haben ihn zahlreiche renommierte Spezialreiseveranstalter über das Buchungscenter von Fair Trails Himalayas in ihr Portfolio aufgenommen. Mit einer der Gründe für die ökonomische Nachhaltigkeit des Trails, dessen quantitative Planbarkeit mittels unseres Online Trail Buchungs- und Managementsystems Bookyourtrail® und der aktiven Projektsteuerung von Fair Trails Himalayas die Fehler einer ungezügelten Entwicklung von vornherein verhindert. Darüber hinaus hat der Snow Leopard Trail unsere KundInnen nach ihrer Reise als BotschafterInnen für diese faszinierende Großkatze gewonnen, die weltweit auf die Notwendigkeit des integrierten Artenschutzes aufmerksam gemacht haben. Und dabei maßgeblich am Entstehen eines zusätzlichen Spendenprogrammes für den Schneeleoparden verantwortlich zeichneten. Und zu guter Letzt war der Snow Leopard Trail das „Role Model“ für mehrere weitere Fair Trails, die sich dem Natur- und Artenschutz widmen. Seien es der „Red Panda Trail“ in Sikkim, ein weiterer „Snow Leopard Trail“ in Kirgistan oder Trails, von denen wir heute noch nichts wissen.
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Naturschutz im Einklang mit der Lebensweise der einheimischen Bevölkerung, die Erhaltung des kulturellen Erbes sowie eine behutsame soziale und wirtschaftliche Entwicklung – das sind die Ziele der Fair Trails Himalayas.

»Mit dem Snow Leopard Trail eröffnen sich neue Perspektiven für eine neue Partnerschaft aus Artenschutz, nachhaltigem Tourismus und regionaler Entwicklung in einer entlegenen Region des Himalayas«

Trail Angels

Dieser Beitrag wurde verfasst von: Günter Mussnig, Karan Chandran

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