Nepal Trekking zur Rhododendron­blüte

9. Jan. 2020

Eine der am häufigsten gestellten Fragen, mit denen unser Team im Trail Info- und Buchungscenter konfrontiert wird, lautet: „Wann ist die beste Reisezeit für Nepal?“ Das Land am Himalaya ist jedoch genau so vielfältig, wie die Wünsche und Sehnsüchte unserer KundInnen.

Wunder der Natur: Die Rhododendronblüte im Himalaya! Hier am Mardi Himal Trail im Annapurna Himal ©Trail Angels

Die beste Reisezeit in Nepal? Sicher auch der Frühling!
Einige Tipps dazu von unserem Experten!
Eine der am häufigsten gestellten Fragen, mit denen unser Team im Trail Info- und Buchungscenter konfrontiert wird, lautet: „Wann ist die beste Reisezeit für Nepal?“ Nun, diese Frage lässt sich pauschal nicht einfach beantworten, da das Land am Himalaya genau so vielfältig ist, wie die Wünsche und Sehnsüchte unserer KundInnen. Wir haben einen aktuellen Anlass genommen, die Schneemassen dieses Winters, Euch das Frühjahr als ideale Reise- und Trekkingzeit im Himalaya zu empfehlen. Denn Hand aufs Herz: Wer hat angesichts dieses Winters nicht schon einen, zumindest kurzen, Gedanken an Licht, Wärme und die Blütenpracht des Frühlings gehegt?
Der ganze Zauber Nepals auf einem Blick: idyllische Dörfer, grandiose Berge! Aber wann ist die beste Reisezeit für Nepal?
Frühling oder Herbst? Ganz allgemein heißt es ja, dass der Herbst (ab Ende September bis Anfang Dezember) die beste Reisezeit im nepalesischen Himalaya darstellt. Das stimmt auch so. Denn das Wetter ist stabil – im Regelfall reiht sich ein strahlend schöner Tag mit tiefblauem Himmel an den anderen – und selbst die tieferen Temperaturen in größeren Höhen verlieren mit guter Ausrüstung ihren Schrecken. Der einzige Nachteil: Es herrscht Hochsaison! Speziell auf den „Klassikern“ wie dem Everest Base Camp Trek oder dem Annapurna Trek ins Base Camp der Annapurna Südwand, kann es ganz schön voll werden. Wer es da ein wenig ruhiger haben will, sollte es mit der Reiseplanung genau nehmen und die eher Geheimtipps anvisieren, um den ganzen Zauber des Himalayas in Ruhe genießen zu können. Wir beraten Dich natürlich gerne.
Oder Du entschließt Dich für das Frühjahr! Je nach Höhenlage lassen sich die meisten Trekkingtouren ab Mitte März bis Mitte Mai (dann setzt der Monsunregen nach und nach ein) sehr gut erwandern. Und eröffnet Dir dabei gleich mehrere Vorteile: Die Tage werden immer länger, es sind wesentlich weniger Trekker unterwegs und die betörende Blütenpracht des Himalayas wird Dich verzaubern. Nachteile? Nun ja, zu Beginn der Frühjahrssaison können bei höhergelegenen Routen die Pässe (über 5.000m) noch verschneit und so nicht begehbar sein. Und je später das Frühjahr, desto niederschlagsanfälliger werden die Nachmittage und enden dann oft mit Blitz und Donner. Meist aber eine Garantie, dass der nächste Tag wieder strahlend schön beginnt. Im Mai kann es dann zum Wandern in niedrigeren Höhenlagen ziemlich heiß werden, da ist es dann besser höher hinauf zu steigen.
Oder Du entschließt Dich für das Frühjahr! Je nach Höhenlage lassen sich die meisten Trekkingtouren ab Mitte März bis Mitte Mai (dann setzt der Monsunregen nach und nach ein) sehr gut erwandern. Und eröffnet Dir dabei gleich mehrere Vorteile: Die Tage werden immer länger, es sind wesentlich weniger Trekker unterwegs und die betörende Blütenpracht des Himalayas wird Dich verzaubern. Nachteile? Nun ja, zu Beginn der Frühjahrssaison können bei höhergelegenen Routen die Pässe (über 5.000m) noch verschneit und so nicht begehbar sein. Und je später das Frühjahr, desto niederschlagsanfälliger werden die Nachmittage und enden dann oft mit Blitz und Donner. Meist aber eine Garantie, dass der nächste Tag wieder strahlend schön beginnt. Im Mai kann es dann zum Wandern in niedrigeren Höhenlagen ziemlich heiß werden, da ist es dann besser höher hinauf zu steigen.
Panoramaweg Südalpen Panorama am Hochplateau
Der Herbst im Himalaya: Stabiles Wetter mit kristallklarer Bergluft! Blick auf den Mt. Everest vom Gokyo Peak.
Das wahre Wunder und somit einer der besten Reisezeiten Nepals ist im Frühjahr die Rhododendronblüte! Dutzende verschiedene Rhododendronarten breiten sich in den Bergwäldern des Himalayas bis auf eine Höhe von 4.000m aus und verwandeln diese im Frühling mit ihren Blüten – von strahlend weiß bis purpurrot – in ein magisches Farbenmeer! Welches darüber hinaus einen atemberaubenden Kontrast zu den in der Sonne glänzenden Bergriesen des Himalayas bildet. Und der Wellenschlag dieses Farbenmeeres besteht aus einem einzigen Summen und Brummen, denn die Wildbienen sind eifrig dabei, den Nektar für den berühmten nepalesischen Berghonig zu sammeln!

Wer dieses Naturwunder auf traumhaften Wegen erwandern will, dem können wie die beiden folgenden Trails besonders empfehlen:

Annapurna Mardi Himal Trail
Dieser Trail erschließt eine landschaftlich besonders reizvolle Region der südlichen Annapurna Region. Abseits der ausgetretenen Pfade, führt der Trail zuerst durch fruchtbares Bauerland und üppigen Dschungel hinauf auf den Höhenrücken des Mardi Himal. Hier breiten sich grandiose Rhododendronwälder aus und auf dem herrlichen Höhenweg geht es dann immer höher hinauf bis ins Mardi Himal Base Camp auf fast 4.500m, wo der Blick auf die Gletscherriesen des Annapurna Himal frei wird. Vor allem der Machhapuchare (6.997m), wegen seiner kühnen Form auch „Fischschwanzberg“ genannt, wird Dir den Atem rauben! Kein anderer Trail in Nepal eröffnet Dir in so kurzer Zeit eine so große landschaftliche Vielfalt – vom Dschungel bis zum Gletscher – und lässt sich trefflich mit weiteren Aktivitäten, wie einem Outdoor Programm rund um Pokhara oder den Dschungelsafaris im Chitwan National Park, kombinieren.

Everest Easy Trail
Wiewohl die Pracht der Rhododronblüte für das Everest Gebiet nicht so bekannt ist, wie die südliche Annapura Region, ist die Blütenpracht der unberührten Bergwälder im Sagarmatha National Park mindestens so eindrucksvoll! Und gerade diese Region wird am Everest Easy Trail erwandert, ohne in Höhen über 4.000m vorzudringen. Was den Everest Easy Trail noch so einzigartig macht: Du wirst immer wieder abseits der Hauptroute wandern und neben der Blütenpracht auch einzigartige Panoramen auf Mt. Everest, Ama Dablam und Co. bestaunen können. Und die Möglichkeiten der Kombination mit weiteren Programmen besteht – wie beim Mardi Himal Trail – natürlich auch!

Der Frühling im Himalaya: Blütenpracht, wärmere Temperaturen und der eine oder andere Schauer. Bergdorf am Mardi Himal Trail.
Nepal ist auch im Winter eine Reise wert! Es muss ja nicht gleich eine Skitour auf über 6.000m sein…

Sommer oder Winter?

Ganz zum Schluss auch noch Wissenwertes über die anderen Reisezeiten in Nepal! Im Sommer hat der Monsun – die Regenzeit – Nepal und den Himalaya fest in Griff. In den meisten Regionen kann das Trekking nicht wirklich empfohlen werden. Wobei es Ausnahmen gibt: Die tibetisch geprägten Hochländer Mustang, Dolpo oder Humla befinden sich im Regenschatten des Himalaya und empfehlen sich dadurch für einsame Trekkingerlebnisse. Man muss aber bei der Anreise (Inlandsflüge fallen oft aus) immer wieder mit Verzögerungen rechnen. Und im Winter locken die nicht allzu hoch gelegenen Regionen des Himalayas bzw. auch das vorgelagerte Hügelland und der Vorhimalaya. Bei der Planung der Tagesetappen sei jedoch an die kurze Tageszeit erinnert und die Überquerung vereister Bäche kann sich – oft auch für die Crew – als heikles Unternehmen herauskristallisieren.

Nepal ist also tatsächlich eine Destination für alle vier Jahreszeiten! Und wer sich bei Schnee und Minusgraden nach dem Summen und Brummen der Wildbienen im Farbenmeer der Rhododendronwälder seht, sollte sich diese Angebote genau ansehen oder sich gleich an das Trail Info-und Buchungscenter wenden.

Autor

Werner Mussnig

Der habilitierte Wirtschaftswissenschaftler ist seit jeher zwischen der Welt der Wirtschaft & seinen Hobbies Klettern & Trekking hin und hergerissen. Wobei Werner jetzt immer mehr in das Universum von Bookyourtrail eintaucht.

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