Buddhism Sanctuary Trail

Geführte Trekking Tour im Osten von Nepal

Mythos

Pioniere

Verantwortung

Buddhism Sanctuary Trail

Im Shangri La von Nepal

Hier zieht der neue Buddhism Sanctuary Trail seinen Kreis: Zwischen dem aussichtsreichen Pikey Peak im Süden und dem heiligen See Dudh Kunda im Norden von Solu, dem versteckten Paradies von Ostnepal ©Google Maps®/Trail Angels

Kurzinfo:

Geführte Trekking Gruppentour
Pioniere: Pemba Chhiri Sherpa, Mingma Nuru Sherpa & Josef Essl

Land: Nepal
Region: Solu Khumbu

Anspruch: ●●●○○
Zusatz Anspruch: Optionale Gipfelbesteigung auf ca. 5.000 m, Start vom Dudh Khunda See

Unterkünfte am Trek: Zelte/Lodges

Termin: 15.10. – 31.10.2023 (ab/bis Kathmandu)
Preis: € 2.648,- pro Person

Im versteckten Paradies in Ostnepal

Die Reise

Der Buddhismus ist in Nepal allgegenwärtig, doch für die allermeisten Touristen die nach Nepal reisen, spielt er doch nur eine angenehme Nebenrolle. Man ist zwar fasziniert von den vielen Klöstern, den in schönen Gewändern betenden Nonnen und Mönchen, den bunten Gebetsfahnen, den Gebetsmühlen oder auch den magischen Stupas und Chörten. Das sind zwar sehr beliebte Fotomotive, doch wohl nur Wenige setzen sich mit dem faszinierenden Glauben des Buddhismus eingehend auseinander, denn Nepal besucht man vor allem aufgrund seiner eindrucksvollen Landschaften mit den höchsten Bergen der Welt. Doch warum Trekking und Buddhismus nicht zu einer einzigartigen Symbiose verbinden? Mit dem Buddhism Sanctuary Trail verschmilzt diese Verbindung zwischen Buddhismus, Landschaft, Berge und Kultur zu einem Ganzen. Der Buddhism Sanctuary Trail liegt 271 Kilometer östlich von Kathmandu im Distrikt Solukhumbu und in der Region Solu. Obwohl diese grandiose Trekking-Tour nur einen Steinwurf vom weithin bekannten und touristisch erschlossenen Everest-Gebiet entfernt liegt, verirren sich in diese Region nur wenige Touristen. Vielerorts ist man auf der Trekking-Route alleine unterwegs und kann die unglaublich atemberaubende, reizvolle und ursprüngliche Landschaft in aller Ruhe und Stille genießen.

Der Buddhism Sanctuary Trail ist eine atemberaubende Trekking Tour mit grandiosen Aussichten auf die höchsten Berge des Himalaya, wie etwa auf den Gauri Sankar (ganz links) und den Menlungtse im Rolwaling (Mitte) ©Josef Essl/Trail Angels

Der Dudh Kunda am Fuße des gewaltigen Numbur-Massivs ist der heiligste See von Nepal. Das Erreichen dieses knapp 4.700 m hochgelegenen Gletschersees ist ein Highlight dieses Trails ©Josef Essl/Trail Angels

Ausgangspunkt für die 10-tägige Trekking-Tour ist das Dorf Phaplu auf knapp 2.500 m Seehöhe. Die Fahrt dorthin erfordert ein sehr gutes Sitzfleisch und manchesmal auch gute Nerven, denn die Fahrt führt über löchrige Asphaltstraßen, dann wieder über staubige Sandpisten und plötzlich über einen Schotterweg, der nur ein langsames Vorankommen ermöglicht. Entschädigt wird man auf dieser gut 11-stündigen Fahrt von unterschiedlichen Landschaftselementen, wie dem mächtigen Gletscherfluss Sun Kosi, der den gesamten Talraum mit seinen Mäandern in Anspruch nimmt. Aber auch die von Handarbeit bewirtschafteten Reisfelder, Äcker und Bananenplantagen sowie die kleinen Dörfer mit ihren an den Straßen angebotenen bunten und schmucken Obst- und Gemüseständen sind reizvoll und bieten einen schönen Kontrast. Zuletzt führt eine schmale Bergstraße entlang steiler Berghänge und über Bergrücken durch verschiedene Vegetationsstufen und Klimazonen hinauf nach Phaplu. Da Phaplu über einen kleinen Flughafen verfügt, wird die Rückreise nach Kathmandu mit dem Flugzeug erfolgen.

Das Loding-Tal ist bekannt für seine zahlreichen weißgestrichenen Häuser und blauen Dächer. Dies ist ein besonderes Markenzeichen der Sherpas, die hier ihre Heimat gefunden haben ©Josef Essl/Trail Angels

Der Trail ist ungemein abwechslungsreich und führt bis 3.700 m durch urwaldähnliche Wälder. Die mitunter mystische Landschaft wird von Himalaya-Tannen (abies spectabilis), Himalaya-Hemlockstannen (Tsuga dumosa), Himalaya-Tränenkiefer (pinus wallichiana) und Rhododendron dominiert ©Josef Essl/Trail Angels

Wie auf einem Aussichtsbalkon führen die Pfade entlang von Bergrücken auf über 4.000 m hinauf. Hier ist der Weg zum Gipfel des Pikey Peak I mit Ausblicken tief hinein in die südliche Region des Solu ©Josef Essl/Trail Angels

Durch seine Exponiertheit erlebt man am Pikey Peak II (4.065 m) wohl einen der schönsten und unvergesslichsten Sonnenaufgänge in Nepal ©Josef Essl/Trail Angels

Neben den herrlichen Landschaften kommt man immer wieder in Berührung mit den freundlichen Mönchen und dem tibetisch-buddhistischen Glauben. Ein besonderes Erlebnis ist der Besuch des Kloster Serlo, wo 120 junge Menschen zu Mönchen ausgebildet werden. Auf dem Foto sitzen die Jungmönche gerade beim Mittagstisch und genießen ihr Dal Bhat. Diese Speise ist das Nationalgericht von Nepal und besteht hauptsächlich aus Linsensuppe, Reis und Gemüse der Saison ©Josef Essl/Trail Angels

Blick auf das größte Kloster Nepals Tubten Choling. 300 Nonnen und 200 Mönche leben hier unabhängig, autonom und frei seit ihrer Flucht aus Tibet im Jahre 1959. Rund um das Kloster entstanden seit den 1968er-Jahren eine Vielzahl von kleinen Wohnhäusern für die Nonnen und Mönche. Heute wirkt Tubten Choling wie ein kleines Dorf auf knapp 3.000 m Seehöhe ©Josef Essl/Trail Angels

Nicht selten hat man auf dieser einmaligen Trekking-Tour die grandiose Hochgebirgslandschaft mit ihren wuchtigen und dominierenden Bergen des Rolwaling für sich allein. Der Blick schweift hier von einem 4.200 m hohen Sattel hinunter zur mächtigen 1850er-Gletschermoräne, hinein nach Saharsbeni und hinauf zum 6.959 m hohen Numbur (links) mit seinen Trabanten Khatang (6.853 m; Mitte) und Karyolung (6.511 m). Am Fuße dieser Fels- und Gletscherberge befindet sich mit Dudh Kunda der heiligste See von Nepal ©Josef Essl/Trail Angels

Die vorletzte Etappe führt über einen aussichts- und genussreichen Höhenweg vom Zeltcamp in Saharsbeni bis nach Taksindu, dass man bereits links unterhalb des Bergrückens erkennen kann ©Josef Essl/Trail Angels

Das Besondere an der Route ist die Abwechslung zwischen erlebnisreichen Trekking und einer seit Jahrhunderten bestehenden tibetisch-buddhistischen Kultur, die sich gerade in der Region Solu, durch die Flucht Tausender Tibeter im Jahre 1959, zu einem Zentrum entwickelt hat. Entlang der Route trifft man auf zahlreiche wunderschöne Klöster, die man durch die Begleitung von Pemba Chhiri Sherpa, einem studierten Mönch und Lama, nicht nur von außen bewundern kann. Durch ihn gelangt man auch in das Herz der Klöster und erlebt dabei unvergessliche tibetisch-buddhistische Puja-Zeremonien.

Aber auch die Trekkingfreunde kommen voll auf ihre Rechnung, denn die einzelnen Etappen sind landschaftlich grandios, führen durch Urwälder mit Rhododendron, Himalaya-Tannen, Hemlockstannen und Tränenkiefern, über 4.000 m hohe Berggipfel, Bergrücken, Yak-Hochweiden, Höhenwege sowie durch eindrucksvolle von Gletschern geformte Hochtäler.

Diese Trekking-Tour beinhaltet mit der Besteigung der knapp 4.100 m hohen Pikey Peak Gipfeln I und II eine der schönsten Sonnenaufgänge sowie einzigartige Blicke auf sieben über 8.000 Meter hohe Himalayagipfel vom Dhaulagiri, Annapurna, Manaslu, Mount Everst, Lhotse, Makalu und Kangchendzönga. Dazwischen reihen sich unzählige und auch bekannte 6.000er und 7.000er, wie etwa Ama Dablam, Gauri Sankar, Tramserku, Mera Peak u.v.a.m. in den Reigen der höchsten Berge der Welt ein.

Neben den tibetisch-bhuddistischen Klöstern, begleitet uns der Buddhismus hinauf bis auf beinahe 4.700 m, denn dort befindet sich am Fuße des mächtigen und fast 7.000 m hohen Numbur-Massivs mit dem Dudh Kunda, der heiligste See Nepals. Ein unvergesslicher Ort im Antlitz mächtiger Gletscher- und Felsberge mit einer ganz besonderen Aura.

Der Reiseablauf*

1.Tag   |  Ankunft Kathmandu (15.10.2023)
2.Tag   |  Kulturtour durch das Tal von Kathmandu
3.Tag   |  Jeep Transfer nach Phaplu
4.Tag   |  Trekking durch das Loding-Tal zum Loding-Kloster; anschließende Akklimatisierungstour zum Dorf Pikekhop; Übernachtung im Zelt
5.Tag   |  Trekking zum Camp „La Mani“; kurze Akklimatisierungstour über eine Bergrücken zu einer Chörten; Übernachtung im Zelt
6.Tag   |  Trekking über Pikey Peak-Gipfel I (4.070 m) und II (4.065 m) zum Pikey Peak-Basecamp; Übernachtung in Lodge
7.Tag   |  Sonnenaufgangstour zum Pikey Peak-Gipfel II (4.065 m); Trekking nach Junbesi; Übernachtung in Hotel
8.Tag   |  Kulturtag mit Wanderung zum Kloster Tashi Thongmon, Kloster Serlo und Kloster Tubten Choling; Wanderung in das Mopungtal zur Sherpa Schule; Übernachtung im Zelt oder im Kloster
9.Tag   |  Trekking zu den Yak Kharka-Hochweiden (4.045 m); Übernachtung im Zelt
10.Tag  |  Trekking zum heiligen See Dudh Kunda (4.637 m); Übernachtung im Zelt
11.Tag  |  Erkundungstour um den heiligen See oder Besteigung eines knapp 5.000 m hohen Berggipfels; anschließend Abstieg zum Saharsbeni-Zeltplatz; Übernachtung im Zelt
12.Tag  |  Trekking vom Saharsbeni-Zeltplatz zum Dorf Taksindu; Übernachtung in Lodge
13.Tag  |  Trekking nach Phaplu via das Kloster Chiwang; Übernachtung in Lodge; Fare Well der Crew
14.Tag  |  Jeep Transfer nach Kathmandu
15.Tag  |  Sightseeing & Shopping in Kathmandu; Fair Trails Feedback
16.Tag  |  Rückflug (31.10.2023)

*kleine Programmänderungen vorbehalten

Inklusiv-Leistungen:

+ 4 Übernachtungen in ausgewählten Mittelklassehotels (***/**** nationale Kategorisierung); Doppelzimmer mit Frühstück
+ 11 Übernachtunen in familiengeführten Lodges; Doppel- oder Mehrbettzimmer bzw. in Zweipersonen Zelten; jeweils mit Vollpension
+ Reisebegleitung durch einen österreichischen Trail Angel und ausgewiesenen Himalaya-Kenner
+ Reisebegleitung durch einheimischen Buddhismus Experten (ehemaliger Mönch)
+ Führung durch erfahrenen Sherpa Guide (TAAN zertifiziert) mit Gebietskenntnis
+ Ein Assistenz Guide
+ Küchencrew
+ Träger für Gepäcktransport
+ Klosterführungen durch Loding, Tashi Thongmon, Serlo, Tubten Choling, Taksindu und Chiwang und Einblicke in das Klosterleben
+ Geführte Kulturtour im Tal von Kathmandu (UNESCO Weltkulturerbe)
+ Alle  erforderlichen Transfers (Flughafen Shuttles; Kulturtour Kathmandu; Fahrt von Kathmandu nach Phablu und retour)
+ Trekkingpermit
+ Beitrag für die Förderung des Serlo Klosters
+ Beitrag für Klimaneutralität (inkl. Zertifikat)
+ Detaillierte Tourunterlagen (inkl. Trekkingkarte)
+ Vor der Reise: Info-Service durch Himalaya Experten

Buddhismus – eine Verschmelzung zwischen Tibet und Nepal

Der Mythos

So fing alles an: Er lebte in Nordindien im frühen 5. Jh. v. Chr. und wird als der „historische Buddha“ bezeichnet, was soviel wie „der Erwachte“ bedeutet. Die Rede ist von Siddhartha Gautama.

Wir fühlen uns hier wohl! Nach über 60 Jahren sind die Tibeter in Nepal endlich heimisch geworden. Die Erklärung ist einfach: „Tibets Kultur ist der Buddhismus, und dessen Wiege stand in Nepal.“ So beschreibt es eine Tibeterin, die in Nepal sesshaft geworden ist. Es war wohl der größte Einschnitt für die Tibeter und den tibetischen Buddhismus als 1949/50 die chinesische Invasion in Tibet stattfand. Die Menschen, die über Jahrtausende in Frieden lebten, wurden von den Chinesen unterdrückt und verfolgt, ein Aufstand wurde blutig niedergeschlagen und zwei Granaten auf den Sommerpalast in Lhasa, dort wo sich der junge Dalai Lama aufhielt, beschossen. Besonders einschneidend war das Jahr 1959 als der Dalai Lama von den Chinesen gezwungen wurde in den Krieg einzutreten. Dieser Schritt sollte sein Leben mit der Flucht aus Tibet für immer verändern. Ein kleiner Auszug aus seinen Erzählungen sollte bruchstückhaft die Dramatik in Tibet wiedergeben: „Für mich war Soldatenkleidung bereitgelegt worden. Abends um halb zehn zog ich mein Mönchsgewand aus und die Uniform an. Dann ging ich in dieser ungewohnten Kleidung zum letzten Mal in meinen Gebetsraum.

Ich setzte mich auf meinen Thronsessel, öffnete das Buch mit den Lehren Buddhas und las darin, bis ich zu der Stelle kam, an der Buddha seinen Schülern riet, guten Mutes zu sein. Dann schloss ich das Buch, segnete den Raum und löschte die Lichter. Als ich hinaus ging, war ich wie betäubt, denn ich hörte nur noch meinen eigenen harten Tritt auf dem gestampften Lehmboden und das Ticken der Uhr in dem Schweigen, das mich umgab (Quelle taz.de).“ Es war Zeit zu gehen! Die Flucht führte mit zahlreichen Getreuen bei Eis und Schnee durch das Hochgebirge nach Indien. Dort, wo er bis heute seine Exilregierung führt. Es folgten tausende Tibeter seinem Ruf und flüchteten ebenfalls nach Indien, aber auch nach Europa, in die USA und vor allem auch nach Nepal. Nicht überall waren die tibetischen Buddhisten auch im ehemaligen Königreich Nepal willkommen. Zu eng war und ist die wirtschaftliche und politische Verflechtung mit China.

Nach der Flucht aus Tibet zwischen 1949 und 1959, fanden Tausende Tibeter ihre neue Heimat in Nepal. Insbesondere in der Region Solu wurden sie sesshaft und errichteten in den letzten 60 Jahren eine Vielzahl von Klöstern. Im Bild das Kloster Tashi Thongmon inmitten von Junbesi, das von einem Mönch bewohnt und geführt wird ©Josef Essl/Trail Angels

Eine abendliche Puja im Kloster Tubten Choling in der Region Solu südlich des Everest-Massivs, dem größten tibetisch-bhuddistischen Kloster von Nepal. Eine Puja bedeutet „Verehrung“ oder „Ehrerweisung“. Sie gehört als Ritual zu den wichtigsten Bestandteilen des tibetisch-buddhistischen Alltags. Hier leben heute 300 Nonnen und 200 Mönche. 80 % davon sind Flüchtlinge aus Tibet ©Josef Essl/Trail Angels

Nicht so im Distrikt Solukhumbu und hier insbesondere in der Region Solu südlich des Everest-Massivs. In diesem Teil, rund um das kleine Dorf Junbesi, wurden die tibetischen Flüchtlinge mit offenen Armen empfangen und so entstand hier in den letzten 60 Jahren ein wahres tibetisch-buddhistisches Zentrum mit zahlreichen wunderschönen und gepflegten Klöstern, wie etwa Serlo, Tashi Thongmon, Loding, Tumbuk, Chiwang und Tubten Choling. Das Kloster Tubten Choling bildet seit 1968 das buddhistische Zentrum nicht nur im Distrikt Solukhumbu, sondern in ganz Nepal. Dieses wunderschöne Kloster ist seit Bestehen eine unabhängige und autonome Institution, weshalb es auch lange Zeit vor der Außenwelt verborgen geblieben ist. Es war Trulshik Rinpoche (1923 – 2011), der sich nach seiner Flucht aus Tibet hier niederließ. Doch bevor Tubten Choling gebaut wurde, hofften viele Tibeter wieder in ihre Heimat Tibet als auch in ihre Klöster zurückkehren zu können. Doch diese Hoffnung zerschlug sich sehr bald und so baute Rinpoche nördlich von Junbesi in einem Taleinschnitt auf knapp 3.000 m Seehöhe das Kloster Thubten Choling mit all seinen kleinen Wohnhäusern. Heute leben hier 300 Nonnen und 200 Mönche im Zölibat, wovon 80 % tibetische Flüchtlinge sind. Tubten Choling ist auch heute noch die erste Anlaufstelle und das Zentrum für Flüchtlinge aus Tibet. Dies gründet auch auf seine Heiligkeit Trulshik Rinpoche, der einer der gelehrtesten und verehrtesten Lehrer in der weltweiten buddhistischen Gemeinschaft war und zu jenen hohen Lamas zählte, die im „alten Tibet“ geboren und ausgebildet wurden. Über viele Jahrzehnte war er einer der wichtigsten Lehrer des Dalai Lama.

Der Buddhismus zählt heute zu den großen Weltreligionen, was ihn aber zum Christentum, Judentum oder den Islam unterscheidet ist der fehlende Glaube an einen allmächtigen Gott und die Lehre mit sich selbst und der Welt besser zurecht zu kommen, weil Liebe, Dankbarkeit, Mitgefühl, Dasein und Probleme etwas ganz Normales sind. Deshalb finden Buddhisten sehr schnell eine Form der inneren Zufriedenheit, der Freude und der Erfülltheit, was auch eng mit der Wiedergeburt verknüpft ist. Dies bedeutet, dass der menschliche Geist nach dem Tod auf dieser Erde oder anderen Existenzbereichen in einem neuen Körper als empfindendes Wesen wiedergeboren wird. Die positive Einstellung zum glücklichen Leben spiegelt dieser schöne Spruch von Siddhartha Gautama abschließend wider: „Ganz gleich, wie beschwerlich das Gestern war, stets kannst Du im Heute von Neuem beginnen.“

Unsere Experten am Buddhism Sanctuary Trail

Die Pioniere

Lerne unsere Pioniere am Buddhism Sanctuary Trail kennen, die Dir dieses außergewöhnliche Erlebnis eröffnen und Dich auf Deiner Reise in das Zentrum des tibetisch-buddhistischen Glauben begleiten werden:

PEMBA CHHIRI SHERPA

TAAN zertifizierter Trekking Guide; dabei vor allem für die Trail Angels Partneragentur Agentur Himalaya Sherpa Nepal tätig; ehemaliger buddhistischer Mönch ©osef Essl/Trail Angels

Der Buddhismus Experte

„Aufgewachsen bin ich im Dorf Lukla im Khumbu. Bekannt ist Lukla für seinen abenteuerlichen Flughafen und als Ausgangspunkt für Trekkingtouren und Expeditionen ins Everest Gebiet. Im noch jungen Alter von gerade einmal 7 Jahren trat ich in das nahegelegene Kepgon Kloster ein, um die Lehre des Buddhismus zu studieren. Daraus entstand nicht nur der erste Kontakt, sondern auch eine tiefe Verbindung zum buddhistischen Glauben. Über die vielen Jahre habe ich mich weiterhin der buddhistischen Lehre gewidmet und wurde mittlerweile Lama vom Kepgon Kloster. Wie die Himalaya-Berge gehört auch der Buddhismus zu Nepal. Deshalb besteht gerade am Buddhismus Sanctuary Trail die Möglichkeit, den Touristen den Buddhismus, seine Rituale, Zeremonien und traditionellen Methoden näherzubringen und zu erklären.“

Das lebende Natur-Lexikon

Die Berge sind zu jeder Jahreszeit auf Schusters Rappen, mit dem Mountainbike, den Tourenschi und den Schneeschuhen mein zu Hause. 1998 ging es mit meinem Freund Günter Mussnig erstmals zu den höchsten Bergen der Welt nach Nepal, wo ich mit dem buddhistischen Glauben in Berührung kam. Es war auffallend, dass die Menschen in den Dörfern ungemein freundlich, lebenslustig, positiv gestimmt und hilfsbereit waren. Das große Glück 2022 den Buddhism-Sanctuary-Trail im Solu zu erkunden und dabei nicht nur in das Herz des Buddhismus mit seinen zahlreichen farbenprächtigen Klöstern einzutauchen, sondern auch am einfachen, liebenswerten, positiven Leben, dem tiefen Glauben der Nonnen und Mönche als auch an den eindrucksvollen Zeremonien und Gebeten teilhaben zu dürfen, ließ mich diese Aura mit einer Stille und einem angenehmen Wohlbefinden zurück. Die Trekking-Tour am Buddhism-Sanctuary-Trail war für mich ein tiefgreifendes und bleibendes Erlebnis und dafür möchte ich den Trail Angels® herzlich danken. Es ist nicht nur die grandiose Landschaft die man erlebt, die dort lebenden Menschen stärken auch die Hoffnung für eine bessere Welt.

Josef Essl

Förster und Biologe,  15 Jahre beim Österreichischen Alpenverein/Fachabteilung Raumplanung-Naturschutz tätig, 5 Jahre Geschäftsführer von CIPRA Österreich und Leiter des Alpenkonventionsbüros. Seit 2019 im Technical Competence Center der D. Swarovski Tourism Services GmbH, Autor einschlägiger Publikationen und Verfasser zahlreicher Fach- und Alpinbeiträge ©Josef Essl/Fair Trails®

Mingma Nuru Sherpa

TAAN zertifizierter Trekking Guide; dabei vor allem für die Trail Angels Partneragentur Agentur Himalaya Sherpa Nepal tätig; seit Beginn an der Entwicklung des Buddhism Sanctuary Trails beteiligt ©Thomas Sattler und Matthew Nelson/Trail Angels

Der besonnene Allrounder

„Ich stamme aus den kleinen Sherpadorf Chaurikharka im Khumbu (Everest Region). Damit liegt meine Heimat in unmittelbarer Nachbarschaft zum Buddhism Sanctuary Trail. Seit meiner Kindheit fasziniert mich diese bis heute unberührte Region mit ihrer landschaftlichen Schönheit und den heiligen Stätten. Deshalb bin ich auchganz besonders stolz, dass ich von Anfang an beim Buddhism Sanctuary Trail mitarbeiten durfte und ihn jetzt auch als Trekkingguide erwandern darf!“

 

Reisen mit nachhaltiger Wirkung

Unsere Verantwortung

Mit Fair Trails® haben die Trail Angels neue Wege für nachhaltiges Trekking beschritten. Dabei haben wir viel gelernt: was möglich und sinnvoll ist und welche Ziele nicht erreichbar sind oder schlichtweg keinen Sinn machen, da sie durch die Brille einer „westlichen Sichtweise“ definiert wurden. Basierend auf diesen Erfahrungen haben wir das „Change“ Programm entwickelt.

Hier erfährst Du, mit welchen Maßnahmen wir mit Dir gemeinsam einen Beitrag für den Wandel in eine klimaneutrale, ökologische und sozial einschließende Zukunft des Reisens leisten wollen: Das „Change“ Programm der Trail Angels.

  1. Change Programm: Förderung und Unterstützung zur langfristigen Sicherung des Kloster Serlo

Das Kloster Serlo, bildet aktuell 120 Kinder ab 6 Jahren und Jugendliche über viele Jahre zum tibetisch-buddhistischen Denken und Lernen aus. Das Kloster bietet damit diesen jungen Menschen, die sehr oft aus sehr ärmlichen Verhältnissen kommen ein Dach über den Kopf, eine Ausbildung, ein warmes Bett und warmes Essen. Schulgeld muss von den Eltern der Kinder und Jugendlichen nicht bezahlt werden. Die Kosten werden ausschließlich vom Kloster getragen.

+   Sanierung und Ausbau des Klosters: Das Kloster Serlo wird aktuell saniert und etwas vergrößert, um den 120 jungen Mönchen mehr Platz zu bieten. Das kostet Geld. Die Finanzierung erfolgt ausschließlich über Spenden und eine nicht gesicherte Foundation.

+  Finanzierung zur Sicherung und Erhaltung des Klosters: Für das Kloster besteht keine vertraglich geregelte Finanzierung. Die Finanzierung erfolgt aktuell nur über eine freiwillige nepalesische Foundation. Diese kann aber mit jedem Jahr beendet werden. Hier wäre eine zusätzliche finanzielle Unterstützung sehr sinnvoll und würde die Ausbildung der Mönche sichern.

+   Erwerb von Unterrichtsmaterialien und Unterstützung des Museums: Da kein Schulgeld eingehoben wird und keine dauerhafte sichere Finanzierung gegeben ist, könnte man die Schule beim Erwerb neuer Materialien und auch beim Erwerb weiterer buddhistischer Gegenstände für das kleine Museum unterstützen.

Kindern im Kloster Serlo eine Zukunft geben ©Josef Essl/Trail Angels

Im Kloster Serlo werden in einem kleinen Museum typische buddhistische Gegenstände für Zeremonien gesammelt und beschrieben ©Josef Essl/Trail Angels

2. Soziale Verantwortung

Wir arbeiten ausschließlich mit sorgfältig ausgewählten und von uns überprüften Trekking Agenturen vor Ort zusammen und legen höchsten Wert auf soziale Nachhaltigkeit und Inklusion wie zum Beispiel:

+   Faire Bezahlung & optimaler Versicherungsschutz der Trekking Crew

+   Am Treck: Übernachtung in kleinen familiengeführten Lodges oder Homestays

+   Förderung von sozial benachteiligten Bevölkerungsgruppen und der lokalen Wertschöpfungsketten

Gesegnet bereit für die Weiterreise ©Matthew Nelson/Trail Angels

Das Leben der Mönche authentisch erleben ©Josef Essl/Trail Angels

3. Klimaneutrales Trekking

Um unserer Verantwortung als Reiseveranstalter für wirklich nachhaltige Reisen gerecht werden zu können, sind unsere Trekkingreisen ausnahmslos klimaneutral gestaltet. Wie das funktioniert?

+   Zuerst wird in Zusammenarbeit mit unserem Partner „Global Himalayan Expedition“ Dein persönlicher „Carbon Footprint“ (Fußabdruck) während der Trekkingreise berechnet.

+   Daraus ergibt sich dann ein bestimmter Betrag für die Kompensation der während der Reise emittierten Treibhausgase. Dieser Betrag ist bereits in Deinem Reisepreis enthalten.

+   Jeder Trekkingreise ist ein konkretes Klimaschutzprojekt in der jeweiligen Destination zugeordnet, welches von „Global Himalayan Expedition“ ausgewählt und betreut wird. Mit der Umsetzung dieses Klimaschutzprojektes wird Deine Trekkingreise kompensiert und somit klimaneutral.

+   Bei ausgewählten Trekkingreisen (wie der „Klimaexpedition im Ladakh Himalaya“) wirst Du aktiv in dieses Projekt involviert, indem Du zum Beispiel bei der Elektrifizierung eines Projektdorfes mithilfst.

+   Kann der Trekkingreise kein Projekt zugeordnet werden, wird Deine Reise über die internationale Kompensationsplattform Atmosfair® nach dem „Gold Standard“ kompensiert.

4. Unser Impact Partner am Buddhism Sanctuary Trail

Reiseberichte vom Buddhism Sanctuary Trail:

Buddhism Sanctuary Trail – The Solu’s Soul

Am Buddhism Sanctuary Trail ergibt sich einer der einzigen und atemberaubendsten Blicke der Region, nämlich der Blick auf ganze acht der zehn höchsten Berge der Welt: Everest, Kanchenjunga, Lhotse, Makalu, Dhaulagiri, Cho Oyu, Manaslu und Annapurna

Reisen für eine bessere Welt!

Blogserie 1/3: Die Motivation. Wie wir die Zukunft des Reisens verändern wollen.

Trail Angels Newsletter

Möchtest du über unsere Trail Angles Reisen am Laufenden gehalten werden?





FOLLOW US